roter PunktGrundsätzliches

Rubrik:  Allgemein  ·  Autor:  Pfleger M.26. Juni 2006, 19:06 Uhr

Worum gehts hier eigentlich?
Warum hat der junge Mann im Bild oben so ein schmuckes Oberteil an?
Warum riechts hier nach Thymol und was ist das überhaupt?

Das sind Fragen die ich beantworten kann. Und das will ich hiermit auch tun.
Das hier ist mein neues Blog. Nicht, dass es ein altes geben würde … Ich habe beschlossen, diesem Impuls, mich ein wenig mitzuteilen, nachzugeben. Mal schauen mit welcher Intensität und welcher Qualität. Mir wird ja nachgesagt, schnell mal die Lust zu verlieren, aber denen zeig ichs. ;)
Tja, und warum hat der Kerl da oben diesen “Kittel” an? Ganz einfach, weil er der arbeitenden Bevölkerung angehört. Und zwar im allseits beliebten Gesundheitswesen. In einem relativ großen Klinikum mit einer psychiatrischen Abteilung. Und in jener Abteilung passiert so allerhand. Mal witzige, ernste, nachdenklich machende, traurige oder total banale Sachen. Über die möchte ich berichten, natürlich im Rahmen des geltenden Datenschutzes. Ja, vielleicht gelingt es mir ja auch, die Vorurteile über Psychiatrie ein wenig abzuschwächen. Die Patienten auf meiner Station sind auch nur Menschen wie du und ich. Vergesst bitte grundsätzlich alles was ihr jemals im TV oder im Kino über Psychiatrie gesehen habt. Ist alles nicht der Wahrheit entsprechend. Wie so oft …
Eventuell komme ich ja mal dazu einzelne Krankheitsbilder näher vorzustellen. Aber das wird sich zeigen …
Natürlich wirds sich’s aber nich nur um meine Arbeit drehen, das wird nur ein Teil sein.
Und was ist nun eigentlich Thymol?! Diese Lösung benötigt man, wenn man bestimmte Untersuchungen mit dem Urin einem Menschen machen möchte, den dieser in den letzten 24 Stunden in ein Gefäß gefüllt hat. Diese Lösung muss dem Urin beigemscht werden um Laborwerte ermitteln zu können. Der Nachteil von Thymol ist das es sehr unangenehm riecht, einmal auf der Haut, ersetzt es spielend jedes Parfum welches der Proband aufgelegt hat. Das war das Erste was ich in meiner Ausbildung im Krankenhaus gerochen hab und jedesmal wenn ich es benutze muss ich an den ersten Spätdienst meiner Laufbahn denken. ;)

Aber seit heute weiß ich, dass aus Thymol Menthol gewonnen wird. Ich ess nie wieder Mentos …

10 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: MC Winkel am 26.06.2006, 20:23 Uhr

    Na dann mal gutes Gelingen!
    Klingt interessant, da könnte ja so einiges auf uns zukommen…

    Viele Grüße aus Kiel + immer dranbleiben! :)
    MC

  2. Kommentar: Pfleger M. am 26.06.2006, 20:38 Uhr

    Prominenter Besuch. ;)

    Werd mein Bestes geben.

  3. Kommentar: WeisswurstUni am 27.06.2006, 00:20 Uhr

    bzgl. Thymol aus der Wikipedia:

    …und wird wegen seines angenehmen Geschmacks in Mundwässern, Zahnpasta […] eingesetzt.

    Ich weiß jetzt auch nicht wirklich ob ich mir noch Zähne putzen will! :? ??:

  4. Kommentar: Captain Coma am 27.06.2006, 06:25 Uhr

    @WeisswurstUni:

    besser wärs, sonst riechts früher oder später erst recht nach Thymol ;)

    @ Hr. Kollegen:

    Toi toi toi, ich hatte ja auch erst wegen Anekdoten aus dem Berufsalltag überlegt, aber bei mir hat das schlechte Gewissen wegen des Datenschutzes gewonnen, auch wenn ich das wahrscheinlich übertrieben eng sehe.

  5. Kommentar: goose am 27.06.2006, 10:26 Uhr

    coma, die bedenken sind nicht unbegründet. ich denke jedoch, es ist kein problem, solange man keine namen nennt bzw. die aussage nicht direkt in verbinung mit der person gebracht werden können. wie jedoch die genaue rechtslage ist, sollte man auf jeden fall checken. M hattest du dich diesbezügl. mal erkundigt?

  6. Kommentar: Jule am 27.06.2006, 16:12 Uhr

    Moin,

    ich arbeite auch mit psychisch kranken Menschen (ambulante Betreuung) und bin schon gespannt auf deine Ergüsse, die hier kommen mögen.

    Greetz, Jule

  7. Kommentar: Bodenseepeter am 29.06.2006, 00:46 Uhr

    Hier, weil man über mich nicht kommentieren kann: heißt es eigentlich der oder das Blog?

  8. Kommentar: Pfleger M. am 29.06.2006, 01:36 Uhr

    Ich sag mal das

  9. Kommentar: rosy am 29.06.2006, 08:36 Uhr

    soweit ich das noch aus meiner teiljuristischen ausbildung (mit vorlesung zum datenschutzrecht) weiß, ist das erzählen von geschichten datenschutzrechtlich unproblematisch, sofern man nicht aus den daten auf einzelne personen schließen kann. und bisher kann man das nicht… du hast ja noch nichtmal dein krankenhaus erwähnt. wer sollte also drauf kommen, wen du meinst?!

  10. Kommentar: Pfleger M. am 29.06.2006, 10:56 Uhr

    Danke, so dachte ich mir das auch, das beruhigt mich doch ein wenig.

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