Nachtdienst rum
Geschafft. Endlich vorbei.
Nachtdienst ist der Dienst, auf den ich gut verzichten könnte. Aber bei den riesen Zuschlägen für meine gesundheitsschädigenden Schichtdienst kann man das verknusen.
Das Problem ist nur, entweder ist es hochgradig langweilig, oder zum kotzen stressig. Die letzten Nächte waren eindeutig ersteres. Aber ich will mich nicht beschweren, lieber so als andersrum. Ich hatte ja auch noch ne Sklavin Azubine, die sich jede Arbeit gekrallt hat die so anfiel. Gibt Schlimmeres.
Mein letztes freies Bett auf Station ging dann gestern früh auch noch an den Meistbietenden weg. Der Zugang, schon etwas älter und mit dem Aufenthalt nich ganz einverstanden, saß beim Fussball schauen als ich den Dienst antrat. Das is ja auch ok, aber dann. Ich wollte mich eigentlich nur höflich vorstellen und dem neuen Patienten die Hand reichen, die dieser auch herzlich ergriff. …
Doch dann bekam er einen verkniffenen Gesichtsausdruck. Ich ahnte ja schon Schlimmes, als ich bemerkte, daß er nur meine Hand drückte wie verrückt, so richtig angestrengt. Das tat jetzt nich wirklich weh, da die Kraft im Alter nachlässt, aber ich erschrak, als er plötzlich die zweite Hand zu Hilfe nahm und noch fester drückte. Die Zähne aufeinandergepresst zischte er “Schönen guten Abend …“. Das erwiederte ich ebenso feundlich und wand meine Hand aus der Umklammerung. Aber da war das Fussballspiel schon wieder interessanter. … Ich stand etwas verwirrt daneben.
Ach ja, zu dem Fußballspiel sag ich jetzt mal gar nix ….










