roter PunktLernen

Rubrik:  Jetzt mal ernsthaft!  ·  Autor:  Pfleger M.26. Juli 2006, 18:07 Uhr

Oh man, worauf habe ich mich da eingelassen? Vor ca. 4 Wochen hat mich mein Cheffe zuhause angerufen und mich gefragt ob ich mir vorstellen kann, einen Vortrag über unsere Station zu halten. Er könnte nicht, da er an dem Tag schon im Urlaubsflieger sitzt. Ich bin ein Mensch, der nicht so gut “Neiiiiiin !!!” sagen kann. Und dem Chef kann man schon mal noch schwerer was abschlagen.
So stehe ich also am Freitag, zusammen mit meinem Oberarzt, vor einem (hoffentlich) Laienpublikum, um das Leistungsspektrum meiner Berufsgruppe vorzustellen. Frei reden. … Vor Publikum. … Ich. … Super Idee.
Ich lerne gerade die Fakten auswendig und formuliere schon mal vor. Ich seh mich da schon rumstottern wie ein Gehirnamputierter.
Und dann ist da ja noch die Klamottenwahl. Man will ja auch noch locker rüberkommen. Ich fühl mich in “ordentlichen” Klamotten so verdammt unwohl. Bin klamottenmäßig eher in der Skaterrubrik anzutreffen. Am Freitag dann aber Jacket. Evtl. reich ich da mal ein Foto nach.
Mir geht so die Muffe inzwischen. Hoffentlich kann ich das alles behalten.

Muss weiterlernen.

PS: Bin für Tips und Tricks weeeiiiiit geöffnet.

11 Kommentare    ·    hier schreiben
  1. Kommentar: Zappelfillip am 26.07.2006, 21:35 Uhr

    Ach ja, wir hams schon nich’ leicht. Ich muss ja auch morgen mitten in der Nacht dienstlich nach Berlin fliegen und bin ob der Diskussionsrunde schon ganz aufgeregt. Würde mir das gerne sparen. Auch weil ich eigentlich überhaupt keine Zeit für solche Kinkerlitzchen habe. Es nervt nur noch… Trotzdem schonmal alles gute, wenn wir uns nicht mehr sprechen. Komme ja auch morgen erst relativ spät abends mit dem Flieger heim. Es nervt… ach erwähnte ich schon…

  2. Kommentar: Pfleger M. am 26.07.2006, 22:23 Uhr

    Na da bin ich ja nicht alleine. Viel Glück auch dir. ;)

  3. Kommentar: MBBB am 26.07.2006, 22:37 Uhr

    Ich drück euch beiden die Daumen!
    Was kann schlimmstenfalls passieren?, sag ich mir immer bei ähnlichen Anlässen. Echt bleiben, Unsicherheiten ansprechen und solche Aufgaben möglichst oft machen, das hilft wirklich! Stell dir vor, du sprichst mit Patienten, denen musst du doch sowas auch verklickern. Wird schon schief gehen… :roll:

  4. Kommentar: ela am 27.07.2006, 08:17 Uhr

    Bundfaltenhose und Poloshirt sind absolut ok bei dem wetter und auch noch fast dem Dresscoat entsprechend, und das sollte nicht zu ordentlich sein so das du dich noch wohl fühlst.
    Drücke dir die Daumen….

  5. Kommentar: alexg-punkt am 27.07.2006, 10:41 Uhr

    Ich empfehle ein leichtes Jacket mit mit dunkler lockerer Hose. Turnschuhe sind ok, schwarze Schuhe sind sicherlich besser.
    Dazu ein weißes Hemd mit normalem Kragen oder ein Polo Shirt mit Rundausschnitt.
    Das Jacket geöffnet lassen. :smile:

  6. Kommentar: Pfleger M. am 27.07.2006, 10:51 Uhr

    Es wird wohl ne dunkle Jeans, schwarze Schuhe, hellblaues Polohemd und lockeres Jacket. Offen. ;)

  7. Kommentar: Sylvia am 27.07.2006, 19:44 Uhr

    Vor meinen ersten “Vorträgen” habe ich mir immer alles aufgeschrieben und das ganze dann auswendig gelernt. Man hätte mich mitten in der Nacht wecken können und ich hätte alles runtergebetet. Das ganze ist zwar etwas zeitaufwendig, aber es hilft. Wenn man sowas öfter macht, dann geht das freie Reden immer besser und irgendwann mal muss man nix mehr vorher auswendig lernen. ;) *daumendrück*

  8. Kommentar: Zappelfillip am 27.07.2006, 22:35 Uhr

    Also dann viel Glück für morgen. Machst das schon. Und selbst wenn was nicht klappen sollte - was soll’s!? Hat eh keinen Einfluss auf deine Arbeit oder sonstwas. Du bist nunmal keiner, der für sowas da ist. Deine Aufgabe liegt in der Pflege - nicht in der Vorstellung der Pflege ;)

  9. Kommentar: Pfleger M. am 27.07.2006, 23:04 Uhr

    Richtig. Und wenn ichs so richtig verkacke, muss ichs nie wieder machen :D

  10. Kommentar: thomas am 28.07.2006, 01:14 Uhr

    http://www.braintrain.de/EffizienteRhetorik.html

  11. Kommentar: thomas am 28.07.2006, 02:03 Uhr

    Du stehst im Mittelpunkt. Du bist der Mann für deinen Vortrag. Es ist keine Schande, trotz des auswendig lernens ein Skript dabei zu haben. Und denk daran, Sprache transportiert Weltanschauung. Wichtig: Die Erwartungshaltung des Publikums beachten. Immer die Herangehensweise bedenken. Unterscheidungen deutlich machen z.B. durch definieren …Hilfe heisst…Auch wichtig: Wer gestikuliert ist bei sich (strahlt Sicherheit aus, überdeckt auch Nervosität). Weichmacher kommen immer gut z.B. witzige Geschichte aus Alltag. N I C H T zu S C H N E L L reden. Um es mit Aristoteles zu sagen: “Der Anfang ist die Hälfte vom Ganzen”. Blickkontakt zum Publikum aufbauen. Und ein “ÄHM” ist ein Zeichen innerer Verkrampfung (schönen Gruß an dieser Stelle an den Oberkrampfer Stoiber). Perfektion ist tödlich, es raubt die Kreativität. Schwächen die man anspricht, verwandeln sich in Stärken (also bei Versprechern kurz auf den Versprecher eingehen) Also was ich sagen will. Sei so wie immer!!! Ein Glas Wasser am Tisch ist nicht verkehrt und ein Schluck zwischendurch beruhigt die Nerven! Das machst du locker!!!! Thomas

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