roter PunktTasche gepackt

Rubrik:  Jetzt mal ernsthaft!  ·  Autor:  Pfleger M.30. März 2007, 22:30 Uhr

Fertsch Während Stefan Raab (hoffentlich) ordentlich eine aufs Maul kriegt, habe ich mal lieber die Tasche für den kommenden Urlaub z’sammgepackt. Darf ja nur das Nötigste mit, das ganze Zeugs muss ja auf der Trekkingtour auch jemand tragen. Zum Glück nicht ich. Wofür gibts nepalesische Träger. Bevor eine aufschreit (“Ausbeuter! Nieder mit dem Kapital!”), so lass ich wenigstens Geld da, ohne es wie Almosen aussehen zu lassen. Und am Ende bleibt sicher ein alter Pullover von mir dort. Nichts assimäßiges, sondern etwas, was die sicher noch 20 Jahre tragen, ich aber schon total unmodisch finde.
Wie schon erwähnt wirds ja was trekkingmäßiges werden. kann aber nich viel passieren, die dt. Botschaft in Nepal ist informiert, die Adresse von denen werde ich auch immer fest am Herzen tragen (Brustbeutel, wie damals in der Zone) und ansonsten lass ich es mal, mehr oder weniger, relaxt auf mich zukommen lassen.
Sollte spätestens am 15. oder 16.04. hier nichts stehen, bitte das Auswärtige Amt informieren.
Danke.

Uuuuund Tschüß.

 

roter PunktUrlaub! … Härlisch!

Rubrik:  Allgemein  ·  Autor:  Pfleger M.26. März 2007, 11:36 Uhr

Endlich Urlaub. Der Große. Der Eine. Der Haupturlaub. Ganze 3 Wochen. … Ja, gut, könnte wirklich mehr sein, aber ich will ja, dekadent wie ich nun mal lebe, mehrmals im jahr in die Ferne fliegen. So denn auch nochmal im September. Schön Sizilien mal wieder. Pflichtprogramm das Spass macht!
Nun gehts aber erstmal nächsten Sonntag ab Frankfurt Richtung Nepal. Mit Sturmgepäck für den großen Erfahrungs- und Wanderurlaub. Ich freu mich richtig und bin auch schon aufgeregt, was für Schwierigkeiten und Erfahrungen auf unsere Reisegruppe warten werden. Auch der körperliche Zustand des ein oder anderen Teilnehmers (besonders meiner) werden sicher für einige Lacher(?) sorgen. Ich hab mich schon mal erkundigt, der ADAC hat sich schweren Herzens bereit erklärt, mich notfalls kostenfrei nach Hause zu holen. Das beruhigt doch etwas. Sogar die Holde ist da mit drin. Im Flieger. Wenn bei ihr was kaputt geht. Da könnten wir dann gemeinsam leiden. Auf dem Flug.
Apropos Flug, der hin dauert ja schon ewig. Von den 6 Stunden Aufenthalt in Bahrain möchte ich gar nicht reden. Was macht man in der Zeit? Ich glaub mein Walkmanhandy ist schon nach der Hälfte der Zeit etwas schwach auf der Brust.
Wirds wohl doch der englische Film.
Jetzt muss ich noch die letzten Besorgungen machen.
Evtl noch ne bessere Reisetasche oder so.

 

roter PunktDer Tod auf Station

Rubrik:  Neulich auf Arbeit...  ·  Autor:  Pfleger M.17. März 2007, 12:14 Uhr

Wir hatten vor ein paar Tagen einen Exitus (fast) auf Station. Sprich, es ist jemand verstorben. Zwar haben wir die Kollegen den Patienten nochmal hergebracht, also messbarer Puls und Atemfrequenz, aber auf der Intensivstation hat er dann das Zeitliche gesegnet. Ich hatte an dem Tag zum Glück frei. Es war aber natürlich im Nachtdienst, in dem wir ja fast immer, also 3 Wochen im Monat, alleine sind. Biste mal schön auf dich gestellt.
Nun ist ein Exitus im Krankenhaus nicht grundsätzlich ungewöhnlich, aber auf der Psychiatrie ja eher selten. Das hat damit zu tun, daß wir aufgrund der unseres “Patientenguts” keine kritischen Fälle mit medizinischen Apparaten auf Station haben “dürfen”. Man weiß ja nie wer wann was manipuliert. Aus welchem (wahnhaften) Grund auch immer. Alles schon vorgekommen. Wenn dann nämlich ein anderer Patient plötzlich ne ganz andere Dosis von nem wichtigen Med. bei dem Schwerkranken einstellt und der daraufhin Probleme bekommt, wirs es mit Sicherheit ne schöne Klage gegen Personal und Klinik geben. Ganz davon abgesehen das es dem Schwerkranken ja noch schlechter geht.
Das wollen wir weiterhin diversen Privatkliniken überlassen. ;)
Auf jeden Fall bringt das mal wieder ein wenig Aufregung auch auf Station. Die Mitpat. sind natürlich geschockt über dieses urplötzliche Ableben der Leidensgenossin. Krank sein verbindet.
Andererseits ist natürlich bei uns auch ein wenig Schock angesagt. Nicht nur bei der Kollegin die live dabei war. Auch mir wird wieder bewußt wie schnell es gehen kann, das man “Good Bye” sagt oder man plötzlich daneben steht. Hut ab vor der noch jungen Kollegin die die Situation diesmal sehr gut gemeistert hat.
Hab ich das Prozedere noch drauf? Ist ja schon etwas her. Wann war eigentlich meine letzte Schulung zu dem Thema?
Wenn ich nur dran denke, mit adrenalinzittrigen Fingern Ampullen aufzubrechen und diese kleine Nadel in die noch kleinere Öffnung zu balancieren, wird mir etwas übel. Oder beim “Drücken”, also dem wirklichen Wiederbeleben, dem armen Kerl auch noch diverse Knochen zu brechen, ja sogar sein Herzbeutel zu perforieren (selten).
Man will ja das Beste für den armen Tropf da tun, der da liegt und sich verabschiedet, aber das is echt nich immer leicht.
Zumindest nicht für mich.

 

roter PunktUrlaubsvorbereitung

Rubrik:  Allgemein  ·  Autor:  Pfleger M.14. März 2007, 00:51 Uhr

So Leute, langsam wirds ernst. Nepal rückt in die nahe Zukunft.
Zum ersten Mal wirklich RucksackUrlaub in meinem Leben. Aufregung. Zum ersten Mal ausserhalb Europas. Zum ersten Mal ein richtig großes Flugzeug besteigen. Und dann stundenlang drin gefangen.
Was muss ich nun alles mitnehmen. Was ist zuviel? Wie werde ich mich verständigen? Mit meinem englisch sollte es schon ganz passabel funtionieren. Hoffen wir mal. Aber bis man sich so richtig traut loszulegen vergehen ein paar Tage, also bei mir zumindest. Bin da anfangs immer etwas gehemmt.
Ach ja, Kohle muss ich ja auch noch besorgen. Gleich auf die To-do-Liste. Die Isomatte ist bestellt, kann also abgehakt werden.
Einerseits hab ich schon etwas Bammel inzwischen, aber andererseits freue ich mich auch tierisch. Nicht so einen, doch relativ öden, Hotelurlaub dieses Jahr. Diesmal wird was geboten fürs Geld. Aber wer weiß wie ich danach darüber denke.
Hoffentlich platzt bei mir der Knoten und ich trau’ mich auch in Zukunft mir die Welt anzuschauen.
Sonst verpaß ich wohlmöglich noch was.

Wohin gehts bei euch dieses Jahr?

 

roter PunktKling Klong

Rubrik:  Zwischenmenschliches  ·  Autor:  Pfleger M.8. März 2007, 14:57 Uhr

“Schönen Guten Tag, hier ist die Polizei, wir hätten da mal ne Frage.”

So ähnlich klang es mir heute nachmittag in den Ohren, als es gegen 17 Uhr an der Tür schellte. Die wollten zwar nicht zu mir persönlich, aber immerhin zu jemandem in unserem Haus. Eine Frau I. wurde wohl gesucht/vermisst?! Ob ich die kennen würde. Die sollte wohl hier wohnen.
Also der Name sagte mir nix, aber als er was von offener Tür erwähnte, schwahnte mir, daß es nur die sozial niedrig gestellte “Familie” im ersten Stock sein kann. Bei denen ist nämlich öfter mal tagelang die Wohnungstür offen. Warum auch immer. Naja, obrigkeitsergeben, wie ich nun mal bin, gab ich bereitwillig Auskunft um welche Wohnung es sich handelt.
Die Herren Polizisten liessen sich nich 2 mal bitten und klopften mal beherzt an der Tür, die daraufhin auch gleich von alleine aufsprang. Dann kam das witzige, der Herr der am nächsten stand, schnüffelte sozusagen mal in die Wohnung, wahrscheinlich in der Hoffnung den süßlichen Geruch einer doch schon etwas länger da liegenden Toten wahrnehmen zu können.
Konnte er net.
Jetzt legten beide Bullen Polizisten die Hand an die Waffe und betraten vorsichtig die Wohnung.
Das war der Moment, wo ich mich mal aus der Situation rausgenommen habe.

 

roter PunktTja, das Leben

Rubrik:  Neulich auf Arbeit...  ·  Autor:  Pfleger M.3. März 2007, 16:26 Uhr

kann so grausam sein.
Wenn der Dienst schon mit digitalem Ausräumen beginnt (Nein, das ist nichts elektronisches, schön wärs.) und mit einem Mensch endet, der dank Leberzirrhose und einhergehender Aszites und ebenfalls prall geschwollen Beinen vor Schmerzen schreit, tja dann, war das Leben wieder besonders grausam.
Diesmal auch irgendwie zu mir.

 

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